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"Blicke wechseln - Sinne wandeln"

Zur Teilnehmerausschreibung für das Foto - Kunstprojekt

Mit der Lomokamera in Neukölln unterwegs

Menschen Neue Architektur Im letzten Jahr nahm Lisa zu mir Kontakt auf. Sie suchte Sehgeschädigte für das Fotoprojektkt, welches 2012 stattfinden wird. Beim recherieren im Internet stieß sie auf meine Homepage, wo ich vom fotografieren mit der Digitalkamera berichte und auch einige meiner Fotos ausstelle.
Sie fragte mich ob ich dieses Projekt gerne unterstützen oder auch teilnehmen möchte. Auf jeden Fallh habe ich Lust dazu, erwiderte ich! Aber bevor ich anderen davon erzähle, sollte ich dies erst einmal ausprobieren.
So trafen wir uns an einem verregneten Samstag in Neukölln in einem Café. Dort lernte ich dann noch weitere Leute kennen, die dieses Projekt betreuen. Sie zeigten mir wie man solch eine Kamera betätigt um Fotos damit zu machen. Danach gings dann ans Werk.
Ich war nicht mehr zu bremsen. Knipste ein Foto nach dem anderen. Es machte mir solch einen Spaß! Wir hatten an diesem Tag drei Kameras zur Verfügung, die ich alle nach einander betätigte. Hätte wohl noch weiter geknipst, wenn die Filme nicht zu Ende gegangen wären. Es ist ein anderes Gefühl damit Fotos zu schießen.
Eine kleine Auswahl der Fotos sind nun hier auf meiner Seite zu betrachten.
Na, habe ich Dich nun darauf neugierig gemacht, es Mal selbst aus zu probieren?
Dann mach mit! ;-)



Teilnehmerausschreibung für das Foto - Kunstprojekt

Amtsagebäude Haus Auch ein Haus Uhr Die Sinne sind die Wegweiser des Alltags. Ihr Zusammenspiel formt die Art und Weise, wie wir die Welt sehen und erleben. Doch wie erlebt man die Welt, ohne sie mit dem Auge zu sehen? Was sieht man, wenn man nicht sieht und was sieht man vielleicht nicht, wenn man sieht?

Diese Frage haben wir, 5 junge Berliner und Berlinerinnen, uns gestellt und das Kunstprojekt Blicke wechseln - Sinne wandeln initiiert.

Wir wollen einen ungewöhnlichen Weg gehen und einen Dialog stiften zwischen blinden, sehbehinderten und sehenden Menschen mit den Mitteln der Fotografie - über Alltagsphänomene, Kuriositäten, Banalitäten, über Vertrautes und Fremdes im eigenen Alltag und der eigenen Stadt. Dazu werden wir die Kameramodelle der LOMO nutzen, die uns eine einfache Art der Bedienung erlauben und vor allem für die spontane Schnappschussfotografie geeignet sind.

Vier Wochen lang werden wir uns im Februar und März 2012[1] zu zehnt in Berlin auf fotografische Spurensuche begeben. Neben gemeinsamen Workshops und Fotoerkundungen werden wir zwischen den einzelnen Projekttreffen auch selbstständig, zu zweit oder zu dritt, fotografieren. Als Ergebnis werden die entstandenen Arbeiten in einer gemeinsam konzipierten Ausstellung im April einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Neben der Fotografie können zusätzliche Ausdrucksmöglichkeiten ergänzt werden, wie beispielsweise gesammeltes Audiomaterial, Gegenstände oder Erzählungen und Geschichten. Das Projekt wird zudem in einer Publikation (lesbar und hörbar) dokumentiert werden.

Wenn du interessiert bist und den Blick zusammen mit uns durch die Linse werfen möchtest, dann schreib uns einfach eine E-Mail oder ruf uns an:

Kontaktperson:
Lisa Müller - Tel. 0176/ 38 35 42 81
E-Mail: blickewechseln@googlemail.com

Das Projekt findet im Rahmen einer Jugendinitiative des Programmes "Jugend in Aktion" statt und wird aus den Mitteln der europäischen Union finanziert.[2] European Intercultural Forum e.V. stellt für den gesamten Projektzeitraum eine Mentorin zur Seite. Für die Projektteilnehmer_innen werden alle Kosten, die im Rahmen des Projektes stattfinden gedeckt.

[1] Die Termine beziehen sich auf den 25. + 26.02.2012, den 03.03.2012 und den 24. + 25.03.2012 jeweils von 10-16 Uhr.
[2] Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.



Bildbeschreibung in Reihenfolge

Fließende Menschen
Durch die schnelle Bewegung der Kamera zerfließen die drei Personen auf dem Bild.

Neue Architektur
Durch Mehrfachbelichtung entsteht eine neue Hausform. Vor der Silhouette des Hauses spielen sich viele Szenen ab, bunt und lebendig.

Das Amtsgebäude von Neukölln.
Durch den Weitwinkel sieht es so aus, als würde sich das Haus bewegen.

Hausfächer
Durch Mehrfahbelichtung sieht ein Haus aus wie aufgefächert. Aus der Mitte des Bildes wächst ein Baum und eine Frau mit Kopftuch ist zu sehen.

Rot gefächerts Haus
Mehrfachbelichtung in Rottönen

Uhr
Mehrfachbelichtete Straßenszene mit Uhr